Agility stammt aus Großbritannien und ist eine erweiterte Parallele zum Springreiten
im Pferdesport. Die Hunde werden ohne Halsband und Leine vom Hundeführer durch einen
immer neu erstellten Parcours geführt. In erster Linie kommt es auf die Fehlerfreiheit
des Durchlaufes an. Aber auch die Geschwindigkeit und das selbständige Arbeiten des
Hundes entscheiden über den Sieg in diesem Geschicklichkeitslauf. Neben den aus dem
Pferdesport bekannten Sprunghindernissen findet man im Agility-Parcours zusätzliche
Geräte wie Tunnel, Laufsteg, Sacktunnel, Slalom, Wippe, Schrägwand, Reifen und Tisch.
Hunde aller Rassen können ebenso teilnehmen wie Mischlinge. Für kleinere Hunde werden
die Sprunghöhen herabgesetzt. Die Hunde haben sehr viel Spaß an der Arbeit und
entwickeln deshalb ein erstaunliches Tempo im Parcours. Der Ablauf der
Agility-Wettkämpfe ist in einem international abgestimmten Reglement verankert. Neben
regionalen Wettkämpfen findet jährlich ein Deutschland Cup sowie eine
Agility-Weltmeisterschaft statt.
Auch für
denjenigen, der mit seinem Hund keine Wettkämpfe besuchen möchte, ist
Agility ein ideales Betätigungsfeld. Viele Hunde haben heute leider keine
Aufgabe mehr. Ein gesunder Hund will aber gefordert werden, nicht nur
körperlich, sondern auch geistig. Voraussetzung dazu ist eine
Grundausbildung, da der Hund nur mit verbale Befehlen und Sichtzeichen durch
und über die Hindernisse dirigiert wird. Motiviert wird der Hund durch
Spielen, Le ckerli
oder Loben, je nach Charakter des Hundes. Die meisten Hunde haben sehr viel
Spaß an diesem Sport.
Mit der Ausbildung kann begonnen werden,
wenn der Hund 8 Monate alt ist und die Grundlagen der Unterordnung
beherrscht.
In der Agilityausbildung ist die Fehlervermeidung von großer Bedeutung.
Fehlervermeidung bedeutet, dass der Hund falsche Verhaltensweisen gar nicht
erst kennen lernt und weniger Korrekturen vorgenommen werden müssen. |